Die Truhe

Das Gedicht “Die Truhe” über die Kunst der Geduld und die Wichtigkeit sich Zeit für die Dinge zu nehmen, die man liebt. Dezember 2017. Carsten Pohl. Chemnitz.

Die Truhe

Manchmal braucht es Ruhe,
Um sich zu finden,
Um Erfahrungen an sich zu binden.
Wie eine alte Truhe,
Die der Fülle satt,
Nichts mehr zu geben hat.

Sie wartet geduldig, dass man ihr gibt.
Sie steht nur ruhig da,
Ist ständig ganz nah.
Tresor für alles, was man aufrichtig liebt.
Sie sammelt die Dinge, die Erfahrungen tragen
Und gibt sie gern preis, an späteren Tagen.

Gern gebe ich was ich im Innern behüte,
Bleibe erwartungsvoll stehen,
Versuche nur langsam zu gehen.
Behalt es für mich, bis zur glanzvollen Blüte.
Sammel für mich. Auf spätere Tage!
Bis ich es zufrieden ans Tageslicht trage!

cp

 

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