Ein Gedicht aus meiner Jugendzeit. Das frühe Werk „ Der Traum “ über die Faszination des Traumes und wie wir stets versuchen seine Bedeutung zu deuten. Vor 1999. Chemnitz. Carsten Pohl

Der Traum

Stille zieht durch schwarze Bilder,
glänzend steht das Himmelszelt.
Des Mondes Licht scheint lieblich milder,
und der Stern strahlt weiß erhellt.
In dieser dunklen Zeit entsteht,
der Traum, der für uns rasch vergeht.

Bedeutend sind des Traumes Zeichen,
die man oft zu deuten sucht,
doch der Mensch wird nie begreifen,
dass man es umsonst versucht.
Der Traum stellt manche Fragen offen,
die vorher noch geschlossen waren,
und die Antwort wird sich nur,
allein dem Träumer offenbaren.

Deuten kann man nur Geschehenes,
nie des Traumes Lebensreim.
Symbolisch führt er uns des Weges
und das Ziel werden Taten sein.
Des Handelns Faden ist der Traum,
auf dem wir unsere Strecken bauen.

Der Traum zeigt uns das erst Erlebte
und lässt uns daraus Schlüsse ziehen.
Er lässt uns sehen das Erstrebte,
was wir ihm zum Deuten liehen.
Und was wir in manch` Träumen sehen
sollt` so schnell nicht von uns gehen.

cp

 

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