Ein Gedicht aus meiner Jugendzeit. Das frühe Werk „Geschwister“ über geschwisterliche Zwistigkeiten, Differenzen und feste Bande die mit den Jahren immer stärker werden. Vor 1999. Chemnitz. Carsten Pohl

Geschwister

Zwei Menschen vereint durch ein magisches Band
leben in Liebe und in Wut entbrannt.
Ruhige Gespräche sind meist nicht von Dauer,
denn Geschrei und Ärgern sind die tragende Mauer.

Der Eine will dies, der Andere das,
und so endet es meist in Kürze in Hass.
Doch der Hass währt nicht lange, das ist schon bekannt,
bei zwei Menschen vereint durch ein magisches Band.

Sobald der Erfolg winkt, mit Fleiß zu erreichen,
wird keiner dem anderen von Seiten weichen.
Denn nur gemeinsam erreicht man das lobende Ziel,
danach streitet man zwar doppelt so viel,
wer was, wieso und weshalb erhält,
und wehe wenn etwas allen beiden gefällt.

Mit dem Alter verblasst das Ärgern, der Streit,
es erstrahlt die Liebe, die Anhänglichkeit.
Es entsteht die Freude beim Wiedersehen,
denn zusammen leben das würde nicht gehen.
Dann kämen der Streit und das Ärgern zurück,
und dahin wäre das erreichte Geschwisterglück.

Und so lebt zusammen was sich eines Tags findet.
Zwei Menschen, die ein magisches Band verbindet.

cp

 

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