Gedicht „Gefühle“ über die Vielfalt, die Stärke und die Wirkung unserer Gefühle. März 2013. Chemnitz. Carsten Pohl

Gefühle

Sie kommen leise, wachsen weit.
Sie brauchen Nähe, brauchen Zeit.
Sie müssen atmen, sich entfalten,
nicht bedrängt sein, um zu halten.

Das Leben bringt sie, trägt sie fort,
sie führen uns von Ort zu Ort.
Wir folgen ihnen, sehn sie nicht,
und doch sind sie für uns ein Licht,
was uns wärmt uns Wege zeigt,
wo Sonst Angst und Dunkelheit.

Sie brauchen Mut, ein Herz und Stärke.
Sie zaubern uns die schönsten Werke.
Sind lehrreich, sanft und ohne Lüge,
unser Sein und voller Güte.

Das Herz liebkost sie, hält sie fest.
Auch wenn es uns oft wanken lässt,
wenn sie wehtun, beißen, zehren,
uns verwirren und sich wehren,
wenn wir sie zu vergessen suchen,
und uns wegdrehen, sie verfluchen.

So echt, so frei, so voller Leben.
Oft lohnt sich ihnen Platz zu geben,
wenn sie zahlreich, warm und gut.
Zu solch Gefühlen, Herz und Mut.

cp

 

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