Ein Gedicht aus meiner Jugendzeit. Das frühe Werk „Keinen Dank der Liebe“ über die vielen Hürden der Liebe. Vor 1999. Chemnitz. Carsten Pohl

Keinen Dank der Liebe

Ich hab` oft drüber nachgedacht,
zu Schlüssen bin ich nie gekommen.
Im Herzen hat sich Schmerz entfacht,
wo ich hat` Freude mal vernommen.

Klarheit wär` ein großer Lohn,
zwischen meinen innern Klippen.
Mein Leben scheint mir monoton.
Mein Herz hat oft gelitten.

Kann es denn wirklich Liebe sein,
wenn Schmerzen sich verbreiten?
Wenn in glasig Augen mein,
Gefühle Tränen treiben?

Warum ist der begehrte Mensch
die größte Last und Bürde?
Warum ist der erstrebte Mensch
die schwerste, letzte Hürde?

Es sind der Liebe Zeichen viel
die ich hoffte zu begreifen.
Doch wenn ich eines nicht versteh,
muss ich`s mit Schmerzen mir begleichen.

Kann es im Sinn der Liebe sein,
das Tränen Wangen kreuzen?
Im Innern die Gefühle schreien
und tausend Chöre seufzen?

Warum muss die begehrte Dame
so nah sein und doch fern?
Kann sie zu mir nicht offen sein,
damit ich von ihr lern`?

Verschloss die Liebe uns den Mund,
so dass ich in tausend Schmerzen sank?
Ist das der Liebe einzger Daseinsgrund,
so schenk ich ihr nie meinen Dank!

cp

 

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