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Teure Ostern

Das Ostergedicht Teure Ostern, mit einem lustigen, aber kritischen Blick auf unser Osterfest. Ein Gedicht für Erwachsene, über den Stellenwert des Osterfestes in unserer heutigen Zeit. März 2018. Carsten Pohl.

Teure Ostern

Sehr bald schon kommt die Ostserzeit,
Da suchen Kinder weit und breit,
Nach kunterbunt, bemalten Eiern
Und wollen Ostern kräftig feiern.

In all den Jahren Sucherrei,
War Hase Tom stets gern dabei!
Er sprang gern zwischen hohen Hecken,
Um jedes Ei gut zu verstecken.

Ein jedes Kind, das freute sich,
Hielt es ein Ei ganz feierlich,
Nach großer Suche in der Hand,
Bis es im Nu im Mund verschwand.

Doch diese Zeiten sind vorüber!
Der Tom erkennt das Fest kaum wieder!
In seinem Säckchen sind noch Eier,
Aber mit Touchscreen und sehr teuer.

Letztes Jahr ist es passiert,
Da sind die Kosten explodiert!
Wer soll denn ahnen, dass beim Springen,
Die Displays ihrem Halt entrinnen?

Mit Technik hat Tom nichts im Sinn
Und Schmuck ist auch nicht so sein Ding.
Die Kette sieht nicht schöner aus,
Holt man sie aus der Sche…
Schachtel raus,
Die vor einem Tag versteckt,
Schon den Regenwürmern schmeckt.

Ach, wann kommt wieder die Zeit,
In der was Kleines noch erfreut.
In der die Kinder unter Lachen,
Sich beim Suchen dreckig machen!

Der Tom hofft, dass das bald passiert,
weil er sonst seinen Job riskiert.
Es geht einfach zu viel hinüber.
Das kommt zu Ostern ganz schlecht rüber.

Bei all dem Ärger sei bedacht,
Dass Ostern jedem Freude macht!
Drum liebe Eltern denkt zurück,
Was euch als Kind schon hat entzückt!

cp

Alle Rechte bei Carsten Pohl Chemnitz, 2017
Copyright © Carsten Pohl 2017

Dichtzeit - von Carsten Pohl

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