Das Gedicht “Tut Weh!” über das Gefühl heimatlos und fremd zu sein. Nur noch gehalten von Erinnerungen an die Heimat. September 2017. Carsten Pohl. Chemnitz.

Tut weh!

Dort wo du sicheren Schrittes gehst,
Versinkt mein Fuß im Moor der Fremde
Dort wo du jeden grüßt und kennst,
Begegnen mir geschlossene Hände
Mein Boden ist verbrannt,
Meine Freunde sind verbannt ins Ungewisse, in die Ferne.
Ich such’ verzweifelt meine Sterne!

Du bist in deinem Element, Deine Welt ist dir vertraut
Ich bin am Startpunkt angekommen Und neue Wege sind verbaut
Meine Wege sind zerrissen,
Mein Haus steht in Gedanken mir zum Halt.
Ich sehne mich nach meinem Kissen
Und das die Uhr zum Morgen schallt.

Dort wo du dich nach Ausklang sehnst
Und flüchtest vor des Alltags Grau
Halt ich Erinnerungen sicher, Wenn ich in die Ferne schau
In einer Nacht ist sie zerfallen
Und rief mir brennend zu: Jetzt geh!
Wenn ich an meine Heimat denke,
Klagt mein Herz: Es tut so weh!

cp

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