Gedicht für Menschlichkeit „Weltenbauer“ über den Umgang mit Unsicherheit und Ängsten gegenüber Menschen aus anderen Ländern. Oktober 2015. Chemnitz. Carsten Pohl

Weltenbauer

Fern der Zeit die man eins kannte
Fremd der Blick ins Zukunftsgrau
Stärkend Halt von Heimeswärme
Und die Welt, sie ist im Bau

Tausend Schilder zeigen Wege
An deren Ende Zaun um Zaun
Doch ein Herz, das will errichten
Und die Hände wollen bauen

Weiter sollen Füße tragen
Über Grenzen, Stock und Stein
Menschen die die Welt erschaffen
Sollen stets willkommen sein

Doch in der Kuppel ihr da oben
Ihr alle die durch Nebel blickt
Werft übers Grau nicht schwere Steine
Sie zerstören Menschenglück

Ihr Kuppelgänger auf den Stühlen
Ergreift die Steine alle samt
Baut einen Weg der uns verbindet
Nehmt Eure Taten Unterpfand

Ein jeder sollte Wege schaffen
Von Mensch zu Mensch und Stein um Stein
Lasst all die Schilder tief im Nebel
Lasst uns Weltenbauer sein!

cp

 

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